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Geris Ländlertipp vom 1. November 2017

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Quasi Geisser lebt

Er wurde nur 44 Jahre alt, der legendäre Klarinettist und Komponist Kasi Geisser (1899-1943). Trotzdem sollen rund 2000 Tänze aus seiner Feder stammen. Geisser leistete mit seiner Spielart und seinen für damalige Verhältnisse ausserordentlichen instrumentalen Fähigkeiten einen grossen Beitrag zur Entwicklung der Ländlermusik. Kasi Geissers musikalischer Nachlass befindet sich heute im «Haus der Volksmusik» in Altdorf und ist für jedermann zugänglich. Die Sammlung ist auf der neuen Plattform www.volksmusik.ch veröffentlicht. Zum Start der einzigartigen Datenbank und der Publikation von rund 1000 bei der Suisa gemeldeten Kasi Geisser- Kompositionen lanciert das Haus der Volksmusik den Wettbewerb «Quasi Geisser».

Musikschaffende aus allen Sparten wurden aufgefordert, sich Kompositionen von Kasi Geisser auszusuchen und neu zu arrangieren. Die eingegangenen Wettbewerbsstücke wurden von einer Jury, bestehend aus Ueli Mooser (Komponist und Multi-Instrumentalist), Mariel Kreis (Musikredaktorin bei SRF2 Kultur) und Markus Flückiger (Komponist und Musiker), analysiert und beurteilt. Zehn Nominierte werden am Sonntag, 3. Dezember im Theater(uri) in Altdorf die Interpretationen ihrer ausgesuchten Stückes live vorstellen.

Der Anlass ist öffentlich. Gastredner ist Urs Schnell von der Fondation SUISA, Markus Brülisauer, der Geschäftsführer des «Haus der Volksmusik» führt durch das Programm und Mariel Kreis übernimmt die Laudatio. Der beste Beitrag wird mit einem Betrag von 3000 Franken belohnt.

Die Stilrichtungen reichen von eher traditionellen Arrangements über Orchester-Medleys und Balkan-Adaptionen bis zum elektronischen Drum-Remix, eingereicht aus verschiedenen Regionen der Schweiz und sogar aus dem Ausland.  Der Beweis: Quasi Geisser lebt tatsächlich.

Geris Ländlertipp mit vielen aktuellen Ausgehtipps gibt es jeweils auch akustisch auf www.radiotell.ch