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Geris Ländlertipp vom 30. August 2017

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Es tönt vum Giigäbank

Auf den Tag genau wäre in Muotathal Franz Schmidig sen. (Lunnis-Franz) am kommenden 14. September 100 Jahre alt geworden. Der initiative Muotathaler Verein «Giigäbank», der anfangs Jahr für seinen Einsatz zur Erhaltung der reichen, kulturellen Tradition der Gemeinden Muotathal und Illgau den Anerkennungs- und Förderpreis der Zentralschweizer Albert Koechlin Stiftung erhalten hat, organisiert just zu diesem Ereignis einen Gedenkanlass allererster Güte. Schon zum 90. Geburtstag des damals noch lebenden Franz Schmidig († 24.11.2008) veranstaltete der Verein ein Jubiläumskonzert. Nun wird es zum Hundertsten wieder zu einem Anlass mit hochkarätiger Besetzung samt Herausgabe einer Nostalgie-CD kommen. 

Bekannte Formationen wie Willis Wyberkapelle, die Hujässler, Rampass, das Handorgelduo Willi Valotti – Franz Schmidig jun., Fredy Reichmuth (Klaviersolo) sowie verschiedene Nachkommen von Franz Schmidig (Lydia und Karin Gwerder oder die Familienkapelle Schmidig) werden zur Moderation von Beat Tschümperlin unter dem Titel «Lustig tönts vom Giigäbank» aufspielen und die Zuhörerschaft in den Genuss brillanter, virtuoser, lüpfiger und schmissiger Lunni-Musig versetzen.

Franz Schmidig zeichnete sich durch einen eigenen, virtuosen Stil und teilweise sehr anspruchsvolle, «verdrehte» Tänze aus, die noch heute eine grosse Herausforderung zum Nachspielen seien, erklärte Volksmusik-Experte Dani Häusler am 20. Mai 2016 in der SRF-Musikwelle-Sendung «Aus der Sammlung Dür». In dieser ertönte nicht nur einfach Schmidigs bekannter Schottisch «Muotathaler Bödeler», sondern es gab ein «Wiederlosä» mit einem Handorgelduo, das wohl selbst gut informierten Insidern bis dahin kaum bekannt war. Franz Föllmi, der Begleiter des stehende Bläsers Leo Kälin, und Sepp Bucheli, Partner von Hans Della Torre im Duo Bucheli/Della Torre wurden 1956 ins Radiostudio Beromünster eingeladen, um einige Tänze aufzunehmen. Diese Tonbeispiele fanden Aufnahme in einer Sammlung, die zwischen 1960 und 1970 von Fritz Dür angelegt wurde. Heute stöbert Dani Häusler immer wieder im Archiv und stösst dabei auf manche Trouvaille.

Zurück zum Lunni-Abend vom 14. September. Wie man hört, sei dieser praktisch ausverkauft. Wer nicht «anbrennen» will, erkundigt sich vor einer vergebens unternommenen Reise ins Tal bei Raiffeisen Muotathal nach allfällig noch zur Verfügung stehenden Tickets.

Geris Ländlertipp mit vielen aktuellen Ausgehtipps gibt es jeweils auch akustisch auf www.radiotell.ch